Er ist der wahre Schatz dieser Gegend, und er wird eifersüchtig verteidigt. Und er ist ein kulturelles Symbol geworden: Vom Dichter Giovenale (der seinen Ursprung mit einem von Jupiter gesandten Blitz in die Nähe einer Eiche zu erklären versucht) über Gioacchino Rossini (für ihn war er der „Mozart unter den Pilzen“) und Alfred Hitchcok (man sagt, er sei bis nach Alba gereist, um dem Geheimnis der Trüffel auf die Spur zu kommen und um einen Film zu drehen) bis hin zu Marylin Monroe (die an Giacomo Morra, den „König der Trüffel“, schrieb, sie habe niemals zuvor so etwas gutes und exzellentes probiert: „ich danke Ihnen von ganzem Herzen für diesen Genuss, den Sie mir ermöglicht haben. Ihre ergebene Marylin“). Alles in allem handelt es sich um Legenden und Wertschätzungen seiner Anhänger.
Bei der Trüffelsuche ist der Trüffelsucher (trifolao) auf die Mithilfe seines Hundes angewiesen, der unbedingt ein Mischling sein muss, mit einem ausgeprägten Geruchssinn – in der Langa gibt es eine „Schule für die Ausbildung zum Trüffelhund“ – um den Geruch dieser Pilzart wahrzunehmen. Im Wald, wenn er einen Trüffel gefunden hat, zeigt er dies dem Trüffelsucher an, der dann mit einem speziellen Werkzeug vorsichtig den Trüffel ausgräbt.
Der Tuber magnatum Pico (Weisser Trüffel aus Alba oder wertvoller weisser Trüffel) hat eine blassgelbe oder ockerfarbende Oberfläche, manchmal mit rotbraunen Flecken; die Grösse kann sehr unterschiedlich sein, von der Grösse eines Apfels bis hin zu Exemplaren, die mehr als ein Kilo wiegen. Die Trüffelsaison dauert vom Ende des Sommers bis zum Winteranfang. Im Laufe des letzten Jahrhunderts ist der weisse Albatrüffel in der ganzen Welt berühmt geworden und hat in jedem Kontinent die Speisekarte erobert. Zahlreich sind die Veranstaltungen um den Trüffel zu ehren: die Trüffelmesse in Alba (Fiera Nazionale del Tartufo Bianco d’Alba) ist sicherlich die wichtigste.
Es reichen schon wenige Gramm, ungefähr zehn, um ein Gericht zu würzen. Hier einige Tips zum Verzehr: man isst ihn roh, gerieben in dünne Scheiben mit dem Trüffelhobel auf nahezu ungewürzten Speisen, um so den intensiven und einzigartigen Geschmack besser geniessen zu können. Gehacktes rohes Fleisch, gebratene Eier, Tajarin und die Käsesauce „fonduta“ sind einige der Speisen, die zusammen mit dem Trüffel einzigartige Gerichte bilden.