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Mondovì
Mondovì ist die grösste Stadt des Monregalese Gebiets, sie liegt im Grünen eingebettet und auf verschiedenen Niveaus erbaut. Zwei Stadtviertel – das älteste und das neueste – liegen einander gegenüber, eines auf einer Hügelspitze, das andere in einer Hochebene, dazwischen fliesst ein Bach und im Teil befindet sich auch der untere Teil der Stadt.

Piazza, das älteste Stadtviertel auf dem höchsten Hügel, heisst den Besucher mit seinen Reihen von Häusern willkommen, die sich die Hügelhänge entlang schlängeln. Auf diesem Hügel trafen sich die Gründer der Stadt, die Dörfer von Vico, Vasco und Carassone, im Jahr 1198, denn sie wollten sich von dem Feudalherren befreien. Sie nannten den Hügel Mons Regalis, so forderten sie auch mit den Namen ihrer Stadt das Recht auf die politische Unabhängigkeit.

In der gotisch gestalteten Piazza Maggiore, dem Herzen der Stadt, sind wunderschöne Paläste zu sehen, wie z. B. der Bressani Palast (13.-15. Jh.), der Stadtpalast aus dem 15. Jh., das ehemalige jesuitische Internat, Sitz des aktuellen Gerichts, und die Kirche della Missione, deren Innenraum einige wunderbare Fresken und einen Altar von Andrea Pozzo aufbewahrt.
Von der Piazza Maggiore gehen sechs Strassen weg, davon vier hinab und zwei hinauf: eine der ansteigenden Strassen führt zur Hügelspitze, in den faszinierenden Belvedere Garten, wo man eine 360°-Sicht auf den ganzen Bogen der Seealpen, den Monviso, die Ebene und die sanften Hügel der Langa geniesst. In der Mitte des Gartens befindet sich der Stadtturm aus dem 14. Jh., das Symbol der Stadt, der durch ghibellinische Zinnen und grosse Zifferblätter gekennzeichnet ist.

Der schöne Dom ist dem San Donato gewidmet und wurde Mitte des 18. Jh.s im Barockstil nach dem Entwurf von dem Architekt Francesco Gallo aus Mondovì erbaut.

Im Bischofssitz sind ein Bernini zugeschriebenes Kruzifix aus Elfenbein und vier Tapeten aufbewahrt, die Szenen aus der „Geschichten“ von Titus Livius darstellen und im 17. Jh. nach Kartons von Rubens realisiert wurden. Die Säle beherbergten eine Universität von 1560 bis 1566, und sie wurden bis 1719 als Zeremoniensäle für die Diskussion der Magisterarbeiten verwendet.

Weitere Kunstschätze sind im Stadtviertel Piazza zu sehen: Die Kirche der Misericordia und Santa Chiara del Gallo, die Synagoge, das Geburtshaus des Staatsmannes Giovanni Giolitti, die Burg, die 1573 Emanuele Filiberto von Savoyen auf den Resten des Doms aus der Renaissance Zeit erbauen liess…

In der Umgebung der Piazza befindet sich die Kapelle von Santa Croce, die wunderbare Fresken aus dem 15. Jh. enthält.

Das Stadtviertel Breo liegt am Bach Ellero entlang; lassen Sie sich von seinen Sehenswürdigkeiten überraschen: die Kirche von San Filippo, ein schönes Beispiel piemontesischen Barockstils, und die Kirche von Santissimi Pietro e Paolo, die in mehreren Phasen zwischen 1449 und 1755 erbaut wurde und durch die Kuppel von Vittone und eine effektvolle Freitreppe gekennzeichnet ist. Auf der Fassadenspitze und von einem Baldachin geschützt sitz der Maure, ein Automat aus dem 18. Jh., der jede volle Stunde aufsteht und die Stunden mit einem Hammer in seiner rechten Hand schlägt. Der Maure ist ein Erbe der Einfälle der Saraszenen ins Gebiet, und er ist die offizielle Maske von Mondovì geworden.

Von Breo führt eine schattige Platanenallee bis zum Stadtviertel Carassone, das dem Besucher die Ruhe seiner mittelalterlichen niedrigen Arkaden und des mächtigen viereckigen Turms von Sant’ Evasio bietet. In der Umgebung von Carassone befindet sich die Kapelle von Santa Maria delle Vigne mit Fresken aus dem 15. Jh. in der Apsis.
In der entgegengesetzten Richtung von Carassone führen die von Breo ausgehenden Strassen zu den alten Stadtvierteln von Rinchiuso und Borgato mit ihrem arbeitsreichen Leben.
Mondovì ist nämlich wegen der lokalen traditionellen Kunsthandwerkprodukte seiner Werkstätten sehr berühmt. Unter den beliebtesten und typischsten Produkten sind die feinen, von Hand bemalten Töpferwaren zu erwähnen, ihr charakteristisches Verzierungsmuster ist der Hahn, der auch das Symbol der Keramikkunst von Mondovì ist.
 
 
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